Dienstag, 19. Mai 2026

CDU-UB fordert Anpassungen in der Schulpolitik: Förderschulen sind die beste Inklusion ins Leben

Die CDU-UB Gruppe im Kreistag des Landkreises Celle hat einstimmig eine Resolution zur Weiterentwicklung der schulischen Förderstrukturen beschlossen. Diese soll nun in den Kreistag eingebracht werden. Hintergrund ist die aus Sicht der Gruppe zunehmend angespannte Lage an vielen Schulen. Unterschiedliche Leistungsniveaus, steigende Förderbedarfe und wachsende Herausforderungen durch die Inklusion erschwerten vielerorts den Unterrichtsalltag.

Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Torsten Harms, erklärt: „Wir sehen deutlich, dass die bestehenden Strukturen an ihre Grenzen stoßen. Lehrkräfte leisten Enormes, brauchen aber bessere Rahmenbedingungen.“

Die CDU-UB Gruppe betont, dass es nicht um eine Abkehr von der Inklusion gehe, sondern um eine praxisnahe Weiterentwicklung. Ein zentraler Punkt ist die Stärkung und Neueinrichtung von Förderschulen als eigenständige Lernorte, um Schülerinnen und Schüler gezielter fördern zu können.

Dr. Hartmut Wefing (UB) unterstreicht: „Unterschiedliche Kinder brauchen unterschiedliche Lernwege. Darauf muss Schule besser reagieren.“

Zugleich fordert die Gruppe eine Entlastung der Regelschulen sowie mehr Orientierung bei der Schulwahl. Auch für Schülerinnen und Schüler mit besonderen sozialen oder emotionalen Problemlagen sollen gezielte Angebote geschaffen werden.

Jörn Schepelmann (MdL), Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes, richtet den Blick auf die Landespolitik: „Das Land ist jetzt gefordert, gemeinsam mit den Kommunen tragfähige Lösungen zu entwickeln.“

Die CDU-UB Gruppe sieht in der Resolution ein klares Signal an die Landesregierung Niedersachsen, die schulischen Rahmenbedingungen an die Realität vor Ort anzupassen.

„Am Ende geht es darum, allen Schülerinnen und Schülern bestmögliche Chancen zu bieten und unsere Schulen wieder zu stärken“, so Harms abschließend.

PR
Foto: Gemini