Mitlernen, mitspielen, mitbeten: Inklusion in verschiedenen Lebensbereichen gefördert – Das Jugendzentrum in Winsen/Aller ist dabei

HANNOVER. Die Klosterkammer-Zuwendungsausschuss vergibt gut 245.000 Euro für kirchliche, soziale und bildungsbezogene Projekte. Über 18 Projekte aus dem niedersächsischen Raum und eine Fördersumme von insgesamt gut 245.000 Euro hat der Zuwendungsausschuss der Klosterkammer Hannover in seiner jüngsten Sitzung positiv entschieden. Mit einer Fördersumme von 7.300 Euro wird die Ausstattung des Jugendzentrums Winsen/Aller mit einer Werkstatt, Küche und Computerecke ermöglicht.

Eine körperliche oder geistige Behinderung, fehlende Deutschkenntnisse und mangelhafte Integration: Unterschiedliche Einschränkungen führen dazu, dass Menschen nicht selbstverständlich an allen gesellschaftlichen Lebensbereichen teilhaben können. Inklusion im Alltag bedeutet, diesen Herausforderungen entgegen zu arbeiten. Die Klosterkammer fördert Inklusion auf verschiedenen Ebenen. Ein Beispiel ist Barrierefreiheit im baulichen Bereich. „Mit einer flächendeckenden Förderung in allen Gebäudearten im Fördergebiet wären die von der Klosterkammer verwalteten Stiftungen überfordert. Daher haben wir entschieden, nur Projekte zu unterstützen, die der Barrierefreiheit an und in Kirchengebäuden dienen“, erläutert Dr. Stephan Lüttich, Leiter der Abteilung Förderungen.

Die Erneuerung beziehungsweise Erweiterung des barrierefreien Zugangs zur Kirche Flachsmeer in Ostfriesland fördert die Klosterkammer mit 6.700 Euro. 2008 hatte die Ev.-luth. Kirchengemeinde Flachsmeer bereits in Eigenleistung eine Rampe gebaut, die nun erweitert werden soll: Ein bestehendes Podest wird vergrößert und die Steigung verringert.

Mit dem „Bildungsstipendium: Achtung! Eltern lernen mit ihren Kindern“ begleitet die Stiftung Soziale Zukunft, die Bürgerstiftung der AWO in der Region Hannover, Mädchen und Jungen zwei Jahre lang beim Übergang von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule. Das Programm richtet sich an Kinder mit hohem Begabungspotential, die beispielsweise zugewandert sind. Dabei sind auch Geschwisterkinder und Eltern im Blick: Die Familien werden beraten, bekommen finanzielle Unterstützung für Lernmittel und Bildungsmaßnahmen, Geschwisterkinder profitieren von Sprach-, PC- und Schwimmkursen. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft aus Frankfurt am Main hat das Programm als Diesterweg-Stipendium entwickelt und setzt es seit elf Jahren erfolgreich um. Seit 2014 wird es auch von der Familienbildung der AWO Region Hannover e.V. angeboten. Die Klosterkammer unterstützt den nächsten Jahrgang mit 39.600 Euro.

Die Lebenshilfe Kreisvereinigung Holzminden e.V. wird den heilpädagogischen Kindergarten „Holzberg-Kids“ in Stadtoldendorf mit einem Kletterturm samt Schaukel ausstatten. In der Einrichtung werden 16 Kinder zwischen zwei und sieben Jahren betreut, die körperliche oder geistige Behinderungen haben oder davon bedroht sind. Kinder mit Behinderungen oder einer verzögerten Entwicklung können von dem Spielgerät besonders profitieren. Es dient dazu, sie in ihrer körperlichen Entwicklung und ihrem Sozialverhalten zu stärken. Mit 5.157 Euro fördert die Klosterkammer das Projekt.

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